Schmerzensgeld und materielle Schäden werden getrennt begründet. Verdienstausfall, zusätzliche Versorgungskosten und künftige Schäden benötigen jeweils eine eigene Tatsachengrundlage.
Die anwaltliche Prüfung
Materielle Schäden werden insbesondere nach §§ 249 ff. BGB, immaterielle Gesundheitsschäden nach § 253 Abs. 2 BGB beurteilt. Für Erwerbsfähigkeit und vermehrte Bedürfnisse ist § 843 BGB bedeutsam; bei einem Todesfall kann § 844 BGB hinzutreten. Voraussetzungen, Anspruchsinhaber und mögliche Übergänge auf Dritte müssen getrennt geprüft werden. Die Höhe einer Forderung benötigt Tatsachen und Belege. Eine gerichtliche Schätzung nach § 287 ZPO ersetzt nicht jede tatsächliche Grundlage und rechtfertigt keine frei gewählten Beträge.
Was jetzt benötigt wird
- Zeitlich geordnete Beschreibung der Behandlung und der offenen Fragen
- Vorhandene Behandlungsunterlagen, Gutachten und Korrespondenz
- Belege zu Folgen, Kosten und bereits laufenden Verfahren
Vertiefende Themen
Schmerzensgeld anwaltlich begründen
Schmerzensgeld richtet sich nach den Umständen des konkreten Falls. Ein Diagnosebegriff allein liefert keinen verlässlichen Betrag.
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Verdienstausfall nach einem Behandlungsfehler
Ein Erwerbsschaden verlangt einen Vergleich zwischen dem tatsächlichen Verlauf und dem ohne die Schädigung zu erwartenden Einkommen.
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Bei Selbständigen genügt der Blick auf einzelne Umsätze nicht. Für den Schaden ist die wirtschaftliche Auswirkung auf den Betrieb und das persönliche Einkommen aufzuarbeiten.
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Haushaltsführungsschaden dokumentieren
Kann der Haushalt verletzungsbedingt nicht wie zuvor geführt werden, kann ein eigener materieller Schaden zu prüfen sein.
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