Ein Urteil oder gerichtlicher Vergleich muss gegebenenfalls vollstreckt werden. Dafür sind Titelinhalt und Vollstreckungsvoraussetzungen zu prüfen.
Was der Anwalt prüft
Der Anwalt kontrolliert Fälligkeit, vollstreckbare Ausfertigung, Zustellung und mögliche Sicherheitsleistungen. Er wählt geeignete Maßnahmen anhand des Schuldners und des Titels. Ein Feststellungsurteil ermöglicht nicht ohne Weiteres die Vollstreckung eines bestimmten Geldbetrags.
- Titel auswerten
- Voraussetzungen prüfen
- Geeignete Maßnahme bestimmen
Diese Unterlagen helfen
- Titel
- Zustellungsnachweis
- Zahlungsverlauf
Die Unterlagen sollten lesbar und zeitlich geordnet sein. Fehlende Dokumente und unsichere Erinnerungen bleiben ausdrücklich erkennbar. Für eine erste Kontaktaufnahme genügt eine knappe Beschreibung des Anliegens; die Übermittlung sensibler Akten wird anschließend abgestimmt.
Welches Ergebnis die Prüfung bringen kann
Die Durchsetzung wird auf den tatsächlich titulierten Anspruch beschränkt.
Wichtig: Feststellung der Ersatzpflicht und bezifferter Zahlungstitel sind zu unterscheiden.
Rechtlicher Rahmen
Außergerichtliche Klärung und gerichtliche Durchsetzung haben unterschiedliche Voraussetzungen und Kostenfolgen. § 253 ZPO stellt Anforderungen an die Klage; § 256 ZPO betrifft die Feststellung eines Rechtsverhältnisses. Beweiserhebung, gerichtliche Hinweise und Rechtsmittel folgen weiteren prozessualen Regeln. Der geeignete Weg hängt von Beweislage, Ziel und zeitlicher Situation ab. Fristensicherung wird unabhängig von der Hoffnung auf eine Einigung geprüft. Eine Beschwerde oder Strafanzeige ersetzt nicht automatisch eine zivilrechtlich wirksame Maßnahme.