Zusätzliche Hilfsmittel oder Anpassungen können einen verletzungsbedingten Bedarf ausgleichen. Die rechtliche Prüfung benötigt eine konkrete Funktionsbeschreibung.
Was der Anwalt prüft
Der Anwalt untersucht medizinische Erforderlichkeit, geeignete Ausführung und Kosten. Einmalige Anschaffung und laufender Ersatzbedarf werden unterschieden. Vorhandene Leistungen anderer Kostenträger sind gesondert zu berücksichtigen.
- Bedarf fachlich belegen
- Geeignete Lösung bestimmen
- Folgekosten erfassen
Diese Unterlagen helfen
- Verordnungen
- Kostenvoranschläge
- Leistungsentscheidungen
Die Unterlagen sollten lesbar und zeitlich geordnet sein. Fehlende Dokumente und unsichere Erinnerungen bleiben ausdrücklich erkennbar. Für eine erste Kontaktaufnahme genügt eine knappe Beschreibung des Anliegens; die Übermittlung sensibler Akten wird anschließend abgestimmt.
Welches Ergebnis die Prüfung bringen kann
Die Forderung wird auf nachvollziehbare Bedarfe und Kosten gestützt.
Wichtig: Ein höherwertiges Produkt ist nicht allein wegen persönlichen Wunsches vollständig ersatzfähig.
Rechtlicher Rahmen
Materielle Schäden werden insbesondere nach §§ 249 ff. BGB, immaterielle Gesundheitsschäden nach § 253 Abs. 2 BGB beurteilt. Für Erwerbsfähigkeit und vermehrte Bedürfnisse ist § 843 BGB bedeutsam; bei einem Todesfall kann § 844 BGB hinzutreten. Voraussetzungen, Anspruchsinhaber und mögliche Übergänge auf Dritte müssen getrennt geprüft werden. Die Höhe einer Forderung benötigt Tatsachen und Belege. Eine gerichtliche Schätzung nach § 287 ZPO ersetzt nicht jede tatsächliche Grundlage und rechtfertigt keine frei gewählten Beträge.