RECHTSWISSEN · ARZTRECHT

Mahnungen und Inkasso bei Arztrechnungen

Eine Mahnung verlangt eine zeitnahe Prüfung von Hauptforderung, Fälligkeit und zusätzlichen Kosten.

Was der Anwalt prüft

Der Anwalt gleicht Rechnungen und bisherige Einwendungen ab. Er untersucht, ob Verzug vorliegt und welche Nebenforderungen berechtigt sind. Gerichtliche Schreiben müssen von privater Mahnkorrespondenz unterschieden werden.

  • Fälligkeit prüfen
  • Nebenforderungen kontrollieren
  • Gerichtliche Fristen erfassen

Diese Unterlagen helfen

  • Rechnung
  • Mahnung
  • Bisherige Antworten
Für die Vorbereitung

Die Unterlagen sollten lesbar und zeitlich geordnet sein. Fehlende Dokumente und unsichere Erinnerungen bleiben ausdrücklich erkennbar. Für eine erste Kontaktaufnahme genügt eine knappe Beschreibung des Anliegens; die Übermittlung sensibler Akten wird anschließend abgestimmt.

Welches Ergebnis die Prüfung bringen kann

Eine konkrete Stellungnahme benennt berechtigte und bestrittene Positionen.

Wichtig: Eine Inkassoforderung ist noch kein vollstreckbarer Gerichtstitel.

Rechtlicher Rahmen

Die GOÄ regelt die Vergütung ärztlicher Leistungen in ihrem Anwendungsbereich. Maßgeblich sind insbesondere die tatsächlich erbrachte Leistung, wirksame Vereinbarungen, Gebührenrahmen und die Anforderungen an die Rechnung. § 630c Abs. 3 BGB enthält ergänzende wirtschaftliche Informationspflichten. Die Erstattung durch eine Krankenversicherung beruht auf einem gesonderten Rechtsverhältnis. Deshalb können eine Abrechnungseinwendung, ein Erstattungsstreit und ein Behandlungsfehlervorwurf nicht ohne Weiteres gleichgesetzt werden. Für zahnärztliche Leistungen ist gegebenenfalls die GOZ heranzuziehen.

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Dieser Beitrag bietet eine allgemeine rechtliche Orientierung. Die Bewertung Ihres Falls richtet sich nach den konkreten Unterlagen und Umständen. Er ersetzt keine individuelle Beratung.